„Der Schafhof Smietana steht für das, was Ostwürttemberg ausmacht: harte Arbeit, regionale Qualität und Pflege einer Kulturlandschaft, die es ohne diese Betriebe längst nicht mehr gäbe.“
Clara Resch MdL
Die Heidenheimer Landtagsabgeordnete Clara Resch nutzte gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann einen Wahlkreistag, um sich auf dem Schafhof Smietana in Steinheim ein Bild von der regionalen Schäferei zu machen und in Königsbronn die Ergebnisse des Schäferkompetenznetzwerks aus erster Hand kennenzulernen. Beide Termine zeigten, wie eng Naturschutz, regionale Wertschöpfung und die alltäglichen Herausforderungen der Wanderschäferei miteinander verbunden sind.
Die rund 1200 Merinolandschafe werden vom Schafhof Smietana noch in traditioneller Wanderschäferei gehalten. In den Sommermonaten weiden die Tiere auf den Wacholderheiden auf der Gemarkung Steinheim, teilweise auch so weit entfernt, dass die Tiere mit LKWs hin und zurück transportiert werden.
Der Betrieb ist Teil des regionalen Gütesiegels „Ostalb Lamm“, betreibt eine eigene Metzgerei und verkauft seine Produkte im Hofladen sowie über einen Verkaufsautomaten. Beim Rundgang gaben Andrea und Johannes Smietana Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Das Führen der Herde über Triebwege und durch die Wälder laufe zuverlässig, erklärten sie. Entscheidend sei eine offene Abstimmung mit Förstern und Behörden. Wo Kommunikation gelinge und Regeln klar seien, entstehe ein verlässliches Miteinander, das sich positiv auf die Zusammenarbeit im Gelände auswirke.
Clara Resch wurde beim Besuch bewusst, wie viel Erfahrung und Verantwortung im Alltag des Familienbetriebs stecken: „Der Schafhof Smietana steht für das, was Ostwürttemberg ausmacht: harte Arbeit, regionale Qualität und Pflege einer Kulturlandschaft, die es ohne diese Betriebe längst nicht mehr gäbe.“ Sie machte deutlich, dass die Schäferei weit über die Tierhaltung hinausreiche: „Wenn Schäfereien ihre Arbeit nicht mehr leisten können, verlieren wir wertvolle Heiden, Artenvielfalt und einen Teil unseres regionalen Selbstverständnisses.“
Staatssekretär Dr. Andre Baumann betonte bei seinem Besuch: „Wir brauchen eine starke Schäferei in Baden-Württemberg und ihren Beitrag zum Naturschutz. Daher unterstützen wir als Landesregierung unsere heimischen Schäfereibetriebe. Wir werden die Erkenntnisse des Schäferkompetenznetzwerks in die weitere Arbeit einfließen lassen und insbesondere Infrastrukturfragen, wie sichere Wege, Querungen und praktikable Lösungen in den Revieren, stärker in den Blick nehmen.“
Bei der Abschlussveranstaltung des Schäferkompetenznetzwerks in Königsbronn wurden Ergebnisse aus fünf Jahren Projektarbeit vorgestellt. Dazu zählen die Entwicklung von Schäferrevierkarten, konkrete Pilotmaßnahmen vor Ort und eine verbesserte Abstimmung zwischen Schäfereien, Landschaftserhaltungsverbänden und Behörden. Ziel war es, die Arbeit der Schäfereien zu erleichtern und den Zustand der naturschutzfachlich wertvollen Flächen langfristig zu sichern.
Resch betonte den regionalen Nutzen dieser Arbeit: „Unsere Region ist geprägt von Landschaftspflege, Landwirtschaft und Handwerk. Schäfereien verbinden all das auf besondere Weise. Sie brauchen stabile Rahmenbedingungen, damit regionale Wertschöpfung bleibt, was sie ist: ein Rückgrat für Ostwürttemberg.
