Land fördert Präventionsprojekt gegen Überschuldung mit über 53.000 Euro
Das Land Baden-Württemberg investiert 760.000 Euro in zehn Pilotprojekte, die junge Menschen im Land frühzeitig vor Überschuldung schützen sollen. Eines davon entsteht im Landkreis Heidenheim: Das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenbezirks Heidenheim erhält rund 53.300 Euro für das Projekt „Was kostet das Leben?“, das Finanzbildung an Schulen stärkt und Jugendliche auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld vorbereitet.
„Gerade junge Menschen müssen wissen, was Miete, Strom oder Versicherungen tatsächlich kosten – und wie leicht Schulden entstehen können“, sagt Clara Resch, Landtagsabgeordnete und grüne Direktkandidatin für den Wahlkreis Heidenheim. „Das Projekt der Diakonie setzt genau da an: Es vermittelt jungen Menschen ein Gespür für den Wert von Geld und die Folgen ihrer Entscheidungen und schafft die Grundlage, mit finanziellen Herausforderungen selbstbewusst umzugehen. So entsteht echte Chancengleichheit.“
Das landesweite Förderprogramm wurde vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aufgelegt. Es richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahre und soll mit niedrigschwelligen Bildungsangeboten, Elternarbeit und Schulungen von Fachkräften neue Wege in der Prävention erproben.
„Die Diakonie Heidenheim zeigt mit ihrem Projekt, wie Präventionsarbeit in der Praxis funktionieren kann: nah an den jungen Menschen und mit einem klaren Blick auf die Realität ihres Alltags“, so Resch weiter. „Ich freue mich, dass unser Landkreis Teil dieses wichtigen Pilotprogramms ist.“
Das Projekt „Was kostet das Leben?“ wird in den kommenden Jahren an Regel-, Förder- und beruflichen Schulen im Landkreis Heidenheim umgesetzt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10.
